Häufig gestellte Fragen zur Fischwanderhilfe

Für welchen Einsatzbereich eignet sich die Technologie der Fishcon-Schleuse?

Die Fishcon-Schleuse eignet sich aus wirtschaftlicher Betrachtung vor allem für Absturzhöhen ab 1,5 m. Mit den Standardausführungen können Leitstromwassermengen von ca. 40 bis 600 l/s realisiert und Höhen von max. 6 m überwunden werden. Bei größeren Wassermengen oder Absturzhöhen sind Adaptionen oder Sonderausführungen möglich. Grundsätzlich ist auch eine Kombination mehrerer Fishcon-Schleusen oder mit herkömmlichen Fischwanderhilfen möglich, um große Höhen zu überwinden, oder eine Kombination mit einer Wasserkraftnutzung, um beispielsweise bei großen Gewässern eine gute großräumige Auffindbarkeit zu gewährleisten.

Welche Fischarten haben die Fishcon-Schleuse bereits genutzt?

Es konnte bereits die Wanderung von über 30 Fischarten nachgewiesen werden. Darunter auch Schwachschwimmer, sediment- und sohlenbewohnende Arten und Schwarmfische.

Wurde bereits ein Funktionsnachweis erbracht?

Ja, bei beiden Pilotanlagen konnten durch Monitoring-Untersuchungen die Funktion nachgewiesen werden. Die Monitoringberichte mit den sehr positiven und aussagekräftigen Ergebnissen können gerne bei Fishcon angefragt werden.

Wie funktioniert die Fishcon-Schleuse?

Bei der Fishcon-Schleuse werden zwei Schleusenkammern kombiniert, sodass eine Fischwanderung in beide Richtungen und ein einfacher Betrieb mit geringem Wasserbedarf möglich wird.

Für den Fisch ist die Funktion ident zu einer herkömmlichen Fischschleuse. Ein aufsteigender Fisch folgt beispielsweise der Leitströmung vom Unterwasser in die zum Unterwasser geöffnete Kammer. Der Fisch kann sich in der gesamten Kammer frei bewegen, weil diese immer vollständig mit Wasser gefüllt ist. Anschließend schließt das unterwasserseitige Verschlussorgan dieser Kammer und das oberwasserseitige Verschlussorgan öffnet. Geführt durch eine neue Leitströmung kann der Fisch aus der Kammer in das Oberwasser schwimmen.

Detailinformationen zur Funktion sind auf dieser Webseite unter „Fishcon-Schleuse“ zu finden. Bei offenen Fragen können Sie sich gerne an Fishcon wenden!

Kann die Fishcon-Schleuse auch für den Fischabstieg eingesetzt werden?

Ja, wobei die oberwasserseitige Gewässeranbindung entsprechend ausgeführt werden muss, um eine Auffindbarkeit für die abwärts wandernden Fische zu ermöglichen. Die Anbindung für den Fischabstieg sollte beispielsweise möglichst nah am Wanderhindernis der Hauptströmung sein. Gerne unterstützt Sie Fishcon bei der Planung der optimalen Gewässeranbindung.

Wie werden die Verschlussorgane angetrieben?

Die Verschlussorgane können mit elektrischen oder hydraulischen Antrieben verfahren werden. Die elektrischen Antriebe arbeiten mit einer Versorgungspannung von 24 VDC bzw. 230 VAC und sind vor allem für kleine Anlagen geeignet. Bei größeren Anlagen werden hydraulische Antriebe empfohlen, bei denen das Hydraulikaggregat mit 400 VAC dreiphasig zu versorgen ist.

Der Energiebedarf der Verschlussorgane bzw. der gesamten Anlage ist mit wenigen 100 kWh/a sehr gering.

Was ist der Unterschied zwischen der 2-Kammern-Organismenwanderhilfe und der Fishcon-Schleuse?

Die Fischwanderhilfe von Fishcon ist unter beiden Namen bekannt und es handelt sich um dieselbe Technologie. Im wissenschaftlichen Bereich und in der Fachliteratur wurde bis 2020 vor allem der Name 2-Kammern-Organismenwanderhilfe verwendet. Bei der Vermarktung der Technologie wird üblicherweise die Bezeichnung Fishcon-Schleuse genutzt.

Wie groß ist der Wartungsaufwand?

Die Betriebserfahrung der bestehenden Anlagen deutet auf einen sehr wartungsarmen Betrieb hin, weil kaum Engstellen, welche zu einer Verklausung führen können, vorliegen. Dennoch wird empfohlen die oberwasserseitige Gewässeranbindung so zu gestalten, dass keine großen Mengen an Schwimm- und Schwebstoffe eingebracht werden. Dies kann beispielsweise durch ein Einlaufschlitzelement, eine Tauchwand oder einen Grobrechen erreicht werden.

Neben einer regelmäßigen optischen Begutachtung wird empfohlen ein- bis zweimal pro Jahr die Anlage zu inspizieren. Dazu ist beispielsweise das Oberwasserbecken zu entleeren und ein Blick in die Kammern zu werfen. Bei entsprechender Ausführung der Gewässeranbindung ist eine derartige Inspektion in ca. einer Stunde möglich.

Was passiert bei Hochwasser?

Die Fishcon-Schleuse kann ein Hochwasser durch Schwimmerschalter oder mittels externen Eingangssignal erkennen. Tritt ein Hochwasser auf, schließen die Verschlussorgane der Fischschleuse, sodass ein Eintritt von Geschiebe und Treibgut verhindert wird. Durch Abdeckungen mit beispielsweise Pressroste können auch die empfohlenen Oberwasser- und Unterwasserbecken gut geschützt werden. Die Fishcon-Schleuse ist so ausgeführt, dass diese abgesehen vom Steuerkasten vollständig überströmt werden kann. Nach dem Hochwasser ist ein Spülen möglich, falls größere Mengen an Geschiebe trotz Anlagenstillstand in die Becken gelangt.

Welche Wassermenge benötigt die Fishcon-Schleuse für den Betrieb?

Bei der Fishcon-Schleuse ist ein Betrieb mit sehr kleinen Wassermengen wie z.B. 40 l/s oder gestaffelten Dotationen möglich. Die benötigte Leitwassermenge ist stark von der Gewässergröße abhängig und kann bei der Fishcon-Schleuse individuell an den Standort angepasst werden. Generell werden Leitwassermengen von ca. 1-5 % des konkurrierenden Abflusses empfohlen, um eine großräumige Auffindbarkeit bei guter Gestaltung der Gewässeranbindung zu ermöglichen. Gerne unterstützt Sie Fishcon bei der Auslegung!

Was kostet eine Fishcon-Schleuse?

Die Preise der Fishcon-Schleuse hängen vor allem von der Länge der größenbestimmenden Fischart des Standorts ab. Weitere kleine Einflüsse haben die Länge der Schleuse, die zu überwindende Höhendifferenz und die konkrete Ausführung der Fischschleuse (mit Turbine oder Drossel…). Gerne können wir für Ihren Standort die Kosten abschätzen oder Ihnen ein Angebot legen.

Ist eine Turbine bei der Fishcon-Schleuse rentabel?

Ja, bei Standorten mit etwas größeren Absturzhöhen und Leitwassermengen ist ein wirtschaftlicher Betrieb möglich, teilweise auch sehr rentabel.

Schlitzpass, Beckenpass oder Fishcon-Schleuse? Welche Lösung eignet sich am besten für meinen Standort?

Die Wahl der passenden Fischwanderhilfe hängt sehr stark von den Rahmenbedingungen des Standorts ab. Bei sehr kleinen Höhendifferenzen können herkömmliche Fischwanderhilfen die günstigere Lösung sein. Bei Höhen ab ca. 1,5 m ist die Fishcon-Schleuse oft vorteilhaft, weil Kosten und der Wasserbedarf meist geringer sind, die Anlage sehr wenig Platz benötigt und unempfindlich gegenüber Hochwasser sowie schwankende Wasserspiegel ist. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass mit der Fishcon-Schleuse aufgrund der kompakten Ausführung eine optimale Anbindung für den Fischabstieg hergestellt und dieser über die Fishcon-Schleuse realisiert werden kann.

Wie und wo sollte die Fishcon-Schleuse am besten installiert werden?

Für die Funktion der Fishcon-Schleuse ist eine optimale Gewässeranbindung von entscheidender Bedeutung. Die Anbindungen sollten wie bei herkömmlichen Fischwanderhilfen beispielsweise möglichst nah am Wanderhindernis am Ufer der Seite mit der Hauptströmung sein. Um die Anlage für Wartungszwecke trockenlegen zu können, empfiehlt es sich ein absperrbares Becken vor und nach der Fishcon-Schleuse vorzusehen. Die oberwasserseitige Anbindung sollte so ausgeführt werden, dass Treibgut möglichst gut von der Anlage abgehalten wird. Gerne unterstützt Sie Fishcon bei der Planung!

Wie groß ist der Bauaufwand vor Ort?

Der Bauaufwand ist stark vom Standort abhängig. Bei einfachen Standorten ist eine Umsetzung an wenigen Tagen möglich, wie es beispielsweise bei der Fishcon-Schleuse am Aschacharm der Fall war (Bauzeit: 7 Arbeitstage; Baukosten: ca. 12.000 €).

Wie lange dauert die Installation der Fishcon-Schleuse?

Aufgrund der Vorfertigung im Werk ist eine Montage vor Ort an einem Tag möglich.

Allgemeines zu Fishcon

In welchen Ländern ist Fishcon tätig?

Fishcon ist derzeit vor allem im deutschsprachigen Raum tätig, wird aber zeitnah auch in anderen Ländern vor allem in Europa aktiv werden.

Was macht Fishcon zu einem zuverlässigen Partner?

Fishcon wurde 2018 gemeinsam mit dem Unternehmen K. u. F. Drack GmbH & Co KG gegründet. Trotz des kurzem Unternehmensbestands konnte Fishcon bereits mehrere öffentlich geförderte Forschungs- und Pilotprojekte zur vollen Zufriedenheit umsetzen sowie auch bei einer Vielzahl an Wettbewerben, bei denen auch das Unternehmen geprüft wird, überzeugen.

Aufgrund der Partnerschaft mit dem Unternehmen K. u. F. Drack GmbH & Co KG steht Fishcon nicht nur finanziell auf einem stabilen Fundament, sondern kann Fishcon auch auf die Expertise des Unternehmens mit über 100 Jahren Erfahrung in den Bereichen Stahlwasserbau, Elektrotechnik und Holzbau zugreifen.

Die enge Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien, der Technischen Universität Graz, dem OÖ Inkubator Tech2b und diversen fachspezifischen Organisationen machen Fishcon des Weiteren zu einem zuverlässigen Partner für Ihr Projekt!

Ist eine geschäftliche Zusammenarbeit mit Fishcon möglich?

Eine geschäftliche Zusammenarbeit ist für Fishcon durchaus von Interesse. Fishcon will ein Netzwerk mit Partnerunternehmen aus Ingenieurbüros, Ökologiebüros und Lieferanten aufbauen, damit die bestehenden und neuen Kunden auch mit regionalen Ansprechpersonen zusammenarbeiten können und eine Projektabwicklung möglichst einfach und effektiv gestaltet werden kann.

Falls Sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen!

Bietet Fishcon neben der Fischwanderhilfe auch weitere Produkte an?

Ja! Derzeit entwickelt Fishcon ein eigenes Video-Monitoringsystem, welches eine Reuse mit einem verschließbaren Video-Auswertebereich kombiniert. Ziel ist es durch das System die Kosten des Monitorings zu reduzieren.

Des Weiteren wird an einem Kleinkraftwerkskonzept gearbeitet, welches auch größere Wassermengen als die Fischschleuse sehr kostengünstig, effizient und zuverlässig nutzen kann.

Detailinformationen zu den beiden Produkten können gerne angefragt werden!

Wie nehme ich am besten Kontakt mit Fishcon auf?

Sie können sich gerne telefonisch (+43 650 9401368) oder auch per E-Mail (office@fishcon.at) an Fishcon wenden. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit uns Ihr Anliegen per Post zukommen zu lassen.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und versuchen diese möglichst rasch zu beantworten!

Fischwanderhilfe

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Unsere Pilotanlagen wurden mit den Bestnoten ausgezeichnet. Erfahren Sie mehr über unsere Referenzanlagen.